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Thema:
Gesellschaft
Pressemitteilung

Aktiv gegen Diskriminierung, Mobbing, Rassismus und Gewalt

Guido Cantz erhält „Rheinischen Provinzial Preis“ und wird Pate der LVR-Donatus-Schule im Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

04.09.2018

Gerechtigkeit und Rücksichtnahme gehen in unserer Gesellschaft immer mehr verloren. Sich aktiv gegen alltägliche Diskriminierung einzusetzen ist für Guido Cantz ein besonderes Anliegen. Seit vielen Jahren ist er Pate des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums in Köln, mit der LVR-Donatus-Schule übernimmt er eine weitere Patenschaft. „Als Entertainer und ehemaliger Fußballspieler weiß ich, dass ein Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft durch ein besseres Verständnis untereinander bestens funktionieren kann“, so Cantz. Für dieses gesellschaftliche Engagement erhielt er nun den „Rheinischen Provinzial Preis Menschen füreinander. Menschen miteinander 2018“ – stellvertretend für das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Die vom Verein „Aktion Courage“ gegründete Aktion „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bietet Kindern, Jugendlichen sowie ihren Pädagoginnen und Pädagogen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Über 2.800 Schulen tragen mittlerweile das Siegel, in Nordrhein-Westfalen sind es knapp 800. Seit 2017 gehört auch die LVR-Donatus-Schule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung in Pulheim dazu, die in der Trägerschaft des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) liegt. 

„Wir freuen uns, dass das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ mit Guido Cantz einen Unterstützer hat, der sich für ein Miteinander der verschiedenen Kulturen stark macht, und er den Rheinischen Provinzial Preis für das Netzwerk entgegennimmt“, erklärte LVR-Direktorin Ulrike Lubek. Als Eigentümer der Provinzial Rheinland haben der Landschaftsverband Rheinland und der Rheinische Sparkassen- und Giroverband (RSGV) den Preis ermöglicht. Gemeinsam mit Patric Fedlmeier, Vorstandsvorsitzender der Provinzial Rheinland, sowie Michael Breuer vom RSGV überreichte Lubek am Dienstag in der LVR-Donatus-Schule in Pulheim die Auszeichnung.

Das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro kommt dem Netzwerk von Aktion Courage e.V. in der Rheinregion zugute. Einen Teil des Geldes erhält die LVR-Donatus-Schule. Mit diesem Geld werden zwei Projekttage zum Themenfeld Courage und „Klimawechsel an der Schule“ durchgeführt. Ein weiterer Posten fließt in ein Treffen der Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage im Regierungsbezirk Köln mit bis zu 150 Schülerinnen und Schülern sowie ihren Lehrerinnen und Lehrern. Die für Frühjahr 2019 geplante Veranstaltung soll dazu dienen, dass sich die Projektverantwortlichen der Courage-Schulen miteinander vernetzen und austauschen können. Ein Fachtag zu den aktuellen Herausforderungen „Antimuslimischer Rassismus und Antisemitismus an den Schulen in Deutschland“ für rund 80 Pädagoginnen und Pädagogen der Courage-Schulen im Regierungsbezirk Köln wird das Engagement abrunden. 

Aktives Mitgestalten im Schulalltag

Ulrike Lubek betonte: „Schule ohne Rassismus ist mehr als ein Projekt. Die Aktion ist Ausdruck einer inneren Haltung, die tagtäglich gelebt werden muss. Es geht um „Courage“ – also darum, Mut und Flagge zu zeigen für andere. Das Projekt bewirkt aber noch viel mehr: Die Aktionen im Rahmen des Projekts stärken auch die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeit.“  Vereinsvorstand Sanem Kleff ergänzt: „Kinder und Jugendliche können und wollen einen eigenen Beitrag zur Demokratieentwicklung in Deutschland leisten. Das Courage-Netzwerk bietet Ihnen dazu viele Möglichkeiten. Ich finde ich es immer wieder faszinierend, welchen  Einsatz und welche Kreativität diese Themen bei Kindern und Jugendlichen auslösen.  

Seit vielen Jahren setzt sich Guido Cantz für das Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ein. Es ist eine Initiative, die von allen Schulmitgliedern gelebt werden muss damit sie funktioniert, das Modell des Netzwerks gefiel mir von Beginn an,“ begründet er sein Engagement. Auch gehe die Arbeit über das Schulleben hinaus, erklärt er. So einfache Fragen wie beispielsweise: “Was würdet ihr tun, wenn an eurer Schule, in der Nachbarschaft oder im Stadtteil Leute angepöbelt werden, weil sie sich durch ihre Kleidung, Sprache oder Hautfarbe von anderen unterscheiden?“ sollen die Kinder schon früh sensibilisieren mit dem Thema Diskriminierung umzugehen und Toleranz und Respekt zu lernen.

Er betont: „Die Initiative ist altersgerecht aufgebaut, das finde ich toll. So entsteht Identifikation und Zusammenhalt, übernehmen die Kids Verantwortung und gewinnen Selbstbewusstsein.“

Schulleiter Armin Hellmich ist überzeugt, mit dem Beitritt zum Netzwerk das Richtige getan zu haben: „Wir haben uns entschieden, es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule zu machen,  nachhaltige, langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.

Hintergrund 

Was ist Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage?

Es ist ein Projekt für alle Schulformen und Schulmitglieder. Es bietet Kindern, Jugendlichen und Pädagog*innen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Es ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Ihm gehören  2.800 Schulen an, die von rund zwei Millionen Schüler*innen besucht werden (Stand:  September 2018). Unterstützt werden die Schüler*innen und Pädagog*innen dabei von mehr als 70 Koordinierungsstellen und 350 außerschulischen Kooperationspartnern.

Wie wird man und zu was verpflichtet sich eine Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage?

Jede Schule kann den Titel erwerben, wenn sie folgende Voraussetzungen erfüllt: Mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in einer Schule lernen und arbeiten (Schüler*innen, Lehrer*innen und technisches Personal) verpflichten sich mit ihrer Unterschrift, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen.

Rheinischer Provinzial Preis – eine Würdigung des regionalen Engagements

Die Provinzial Rheinland Versicherung hat 2011 ihr 175-jähriges Jubiläum gefeiert. Aus diesem Anlass haben der Rheinische Sparkassen- und Giroverband (RSGV) und der Landschaftsverband Rheinland (LVR), in deren Trägerschaft unter anderem die Provinzial liegt, den „Rheinischen Provinzial Preis Menschen füreinander. Menschen miteinander“ ins Leben gerufen. Damit werden Personen ausgezeichnet, die sich bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund oder Inklusion von Menschen mit Behinderungen besonders engagieren. Bisherige Preisträger waren unter anderem der Kabarettist Jürgen Becker, Entertainer Guildo Horn, der  Journalist Rupert Neudeck, die Sängerin Andrea Berg sowie die Schauspielerin Marie-Luise Millowitsch.

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Bilder der Preisverleihung finden Sie in unserer Bildergalerie.

Provinzial Rheinland Versicherungen

Die Provinzial Rheinland gehört zu den führenden deutschen Versicherungsunternehmen und ist Marktführer in ihrem Geschäftsgebiet. Über 2.100 fest angestellte Mitarbeiter in der Düsseldorfer Zentrale und 2.500 Versicherungsfachleute in 630 Geschäftsstellen sowie 46 im Versicherungsgeschäft aktive Sparkassen engagieren sich für rund zwei Millionen Kunden in den Regierungsbezirken Düsseldorf, Köln, Koblenz und Trier. Mit fast 6 Millionen Versicherungsverträgen erzielt die Provinzial jährlich Beitragseinnahmen von über 2,5 Milliarden Euro.

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